Art Brut

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ART BRUT

all about Art Brut (which literally translates as "Raw Art" or "Rough Art"), a label created by French artist Jean Dubuffet to describe art created outside the boundaries of official culture (source of this description: Wikipedia)

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Sites on Art Brut in English

artistic creation of mentally handicapped

References to initiatives, awards, websites
EUWARD Award
euward (european award) is the European art award for painting and graphic art by artists with mental disability. It is the first, and so far the only, award of international standing that is presented in this sector of art.
SENSELESS Artist Collective
the senseless artist's collective, founded in 2001 by evelyn kraus, werner krause and wolfgang temmel, takes action by initiating socio-critical and artistic interventions and projects against all forms of society with a restrictive attitude, while re-appropriating public space.

Sites on Art Brut in German

künstlerisches Schaffen von Menschen mit Behinderung

Weblinks zu Preisen, Initiativen, Hintergrund-Informationen
EUWARD Preis
euward (european award) ist der Europäische Kunstpreis für Malerei und Grafik von Künstlern mit geistiger Behinderung. Er ist die erste und bislang einzige Auszeichnung von internationaler Bedeutung, die auf diesem Sektor der Kunst vergeben wird.
Service | Künstlerische Spielräume
KünstlerInnen mit Behinderungen
Webtipps zu Gruppen, Initiativen und Plattformen

Im deutschsprachigen Raum wächst erst langsam das Interesse des Kulturbetriebs an den vielfältigen Produktionen von KünstlerInnen, die eine Behinderung haben. Länder wie die USA, Großbritannien, Holland oder Frankreich sind schon seit längerer Zeit aufgeschlossen gegenüber behinderten Kunst- und Kulturschaffenden, die sich nicht in erster Linie über ihre Behinderung, sondern vor allem über ihre künstlerische Arbeit definieren wollen. International ist die Vielzahl an Initiativen im Bereich Kunst und Behinderung unüberschaubar. Die hier ausgewählten Webtipps zu Initiativen und KünstlerInnen-Gruppen in Österreich und anderswo haben daher keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
SINNLOS Künstlerkollektiv
Das Künstlerkollektiv sinnlos mit Sitz in Graz versteht sich nicht als %u201EBehindertenprojekt", sondern als Projekt, das die Methoden und Strategien der Beund Verhinderung im täglichen Leben, in der Gesellschaft und in der Kunst thematisiert.
BILDERWERFER Performancegruppe
Die Bilderwerfer sind eine österreichische Performancegruppe aus behinderten und nichtbehinderten KünstlerInnen, die mit innovativen Ausdrucksformen an der Schnittstelle von Tanz, Theater, Visual Art, Architektur, neue Medien und elektronischer Musik experimentiert.

ART BRUT, OUTSIDER ART

Essays, Definitions, Texts

Here are text excerpts with links about Art Brut, Outsider Art, Artistic Creation of Disabled people, etc.
ART BRUT, Outsider Art
Klaus Mecherlein, Kurator EUWARD, (Textauszug)
mehr auf dem o.a. link

Das künstlerische Schaffen von Menschen mit geistiger Behinderung weist bereits eine lange Tradition auf. Kontinuität und Wandel dieser Kunst und ihrer Rezeption werden durch den international gebräuchlich gewordenen Begriff der Outsider Art beleuchtet. Diese Wortschöpfung schreibt ihrem Werk eine besondere Stellung im Kontext der bildenden Kunst zu, die sich einerseits aus den sozialen Entstehungsbedingungen und den damit verbundenen spezifischen Erfahrungen herleitet. Andererseits betont der Terminus aber auch die kulturelle Marginalität der Künstler. Obgleich sie durch ihre Kunst einen beträchtlichen Einfluss auf die bildnerischen Ausdruckweisen und Entwicklungen von der Moderne bis heute ausgeübt haben, sind sie in der kulturellen Wahrnehmung buchstäblich Außenseiter geblieben.

Erfindungsreichtum, ungebrochene Phantasie: Schöpfung aus dem inneren Erleben und ihre unkonventionelle Bildsprache, kennzeichnet die Werke von Outsider-Künstlern. Als geistig oder psychisch behinderte Menschen leben sie am Rande der Gesellschaft und schaffen abseits der kulturellen Öffentlichkeit Kunstwerke von großer Eindringlichkeit und Überzeugungskraft. Bilder, die in erster Linie als Dokumente eines ungeahnt reichen geistigen Lebens verstanden werden müssen. Outsider sind akademisch ungeschulte, quasi semi-professionell tätige Künstler. Sie bilden eine eigenständige künstlerische Szene, sofern sie sich, unberührt von den Tendenzen jeweils zeitgenössischer Kunstentwicklung­, eine besondere Ursprünglichkeit des Bilderschaffens bewahrt haben.
MAINual Teil 2
... an die Floskel gefesselt
Anregungen für eine menschengerechte Sprache
Karin Ritsch

Bezeichnungen wie Krüppel oder Kretin kommen heute im medialen Sprachgebrauch nicht mehr vor. Hartnäckig halten sich aber Floskeln wie an den Rollstuhl gefesselt" oder an einer Behinderung leiden".
Diese Ausdrücke sind nicht nur falsch, sondern auch diskriminierend.

Schreibende, die über Behinderung berichten, sollten sich nicht in sprachliche Umwege flüchten. Vielmehr benötigen sie die Kompetenz, Personen und Situationen verständlich und richtig zu beschreiben. Das heißt: Eine Person hat eine bestimmte Behinderung (mit genauer Bezeichnung), es geht um ein Kind mit Down Syndrom, eine gehörlose Frau oder einen Rollstuhlfahrer. Zu unterscheiden sind auch Behinderung und Krankheit. Das Gegenteil von %behindert" ist nicht gesund". Durch die richtigen Worte lassen sich Peinlichkeiten vermeiden. Beispiel: Ein mobilitätsbeeinträchtigter Mann wird im Text eines TV-Beitrags als an den Rollstuhl gefesselt" vorgestellt. Im gleichen Augenblick zeigt das Bild, wie der Mann durch eine von ihm selbst geöffnete Tür rollt. Durch die falschen Worte wirkt ein ansonsten guter Bericht nur allzu leicht lächerlich.

Differenzierte Darstellung - ausgleichende Sprache
Ein behinderter Mensch ist in erster Linie %Mensch". Es sind die Lebensumstände, die ihn oder sie behindern. Um diese Wirklichkeit zu vermitteln, ist nicht nur Hintergrundwissen erforderlich, sondern auch Einfühlungsvermögen. In der Medienberichterstattung mangelt es vielfach am Wissen um die verschiedenen Arten von Beeinträchtigungen. Zumindest die wichtigsten Unterschiede sollten bekannt sein, diese benannt und beschrieben werden, um endlich von dem viel strapazierten Wort Behinderte" wegzukommen. Denn mit dieser Etikette wird zu wenig an Information weitergegeben. Schließlich ist es nicht gleichbedeutend, ob ein Mensch mobilitätsbeeinträchtigt, gehörlos oder sehbehindert ist. Inwieweit die jeweilige Behinderung in den Mittelpunkt eines Berichts rückt, ist eine Frage des Inhalts. Nicht in jedem Fall ist es notwendig, die Einschränkung hervorzuheben. Vor allem dann nicht, wenn es zwar um eine Person mit einer Behinderung geht, diese aber wegen ihrer Kompetenzen oder Leistungen das journalistische Interesse erweckt.

Es gibt keine behindertengerechte" Sprache. Der Versuch, eine solche zu erfinden, wäre zum Scheitern verurteilt. Sprache soll vor allem %menschengerecht" sein und Sachverhalte adäquat benennen. Die mediale Darstellung von Menschen mit Behinderungen und anderer gesellschaftlich benachteiligter Gruppen bedarf logischer, neutraler Beschreibungen, die gleichzeitig auf die besonderen Gegebenheiten Bezug nehmen. Dabei gilt es auch, eine neue, nicht polarisierende, sondern ausgleichende Sprache als Medium einzusetzen, um höchstmögliche Akzeptanz zu erzielen.
MAINual Teil 2 Formulierungen
Hinderliche Formulierungen
Eine kleine Auswahl an sprachlichen Don't's

... an den Rollstuhl gefesselt
ist unangebracht, da sich Personen im Rollstuhl nicht als gefesselt" empfinden. Für sie steht der Rollstuhl für Mobilität. Das Wort Fessel" löst Assoziationen zu Gefängnis" aus und erweckt bei nichtbehinderten Menschen Ängste. Stattdessen kann einfach gesagt werden: Einen Rollstuhl benutzen" oder auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen sein".

... an einer Behinderung leiden"
suggeriert Leid und Mit-Leid. Behinderte Menschen leiden aber meist nicht an ihrer Behinderung, sondern an der Umwelt, die sie behindert. Besser ist es, neutral festzustellen, dass eine Person eine Behinderung hat" oder mit einer Behinderung lebt".

... die Behinderten
wirkt diskriminierend, weil die Verallgemeinerung behinderte Menschen in erster Linie über ihre körperliche Eigenart definiert und als homogene Gruppe konstruiert. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Menschen und Behinderungen. In der deutschen Sprache sind die Ausdrücke behinderte Menschen" oder Menschen mit Behinderungen" politisch korrekte Bezeichnungen oder einfach konkret: der behinderte Mann", die behinderte Journalistin" usw.

... Handicap
ist zwar ein beliebter Ausdruck, aber problematisch. Handicap wird in Großbritannien als beleidigend empfunden, da es an cap in the hand", also an Betteln mit der Mütze in der Hand" erinnert.

... taubstumm
wird von gehörlosen Menschen abgelehnt, da der Ausdruck suggeriert, dass sie stumm sind. Das ist falsch. Richtig ist es, von Gehörlosigkeit zu sprechen. Gehörlose Menschen können sprechen, aber nicht hören, was sie sprechen. Sie können sich in Gebärdensprache verständigen und verstehen sich als Angehörige einer Sprachminderheit.

Unbedingt zu vermeiden sind auch:
Zwerg, Liliputaner ist kleinwüchsig
Spastiker hat Cerebralparese
Wasserkopf hat einen Hydrocephalus
Mongoloid hat Down-Syndrom, hat Trisomie
schwachsinnig, debil, geistig behindert ist Menschen mit Lernschwierigkeiten

Literaturtipps:
Buch der Begriffe. Ein Wörterbuch zu Sprache, Behinderung und Integration.
(Hg. Beate Firlinger / Integration: Österreich, Wien 2003).
Download:
Broschürenservice des Bundesminsteriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz:
http://broschuerenservice.bmsg.gv.at

Sprechen und Schreiben über Behinderung.
Ein Ratgeber der Grazer Beratungsstelle Bunte Rampe, der 2003 in der Zeitschrift BEHINDERTE veröffentlicht wurde:
www.behindert.or.at

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CaroSisonke

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