Darmsanierung

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Gesundheit beginnt im Darm

In der Naturheilkunde ist der Darm der Schicksalgeber über Leben oder Tod. Schon Pfarrer Kneipp sagte: "Viel körperliches und seelisches Weh hat seine Ursache im Bauch"

Der Darm gilt als "zweites Gehirn" in unserem Körper. Mit einer Länge von 6 Meter, eine Oberfläche von 200 m2 und eine grössere Nervenansammlung als in unserem Gehirn, beeinflusst der Darm unsere Gesundheit unmitttelbar.

Ein gesunder Darm ist deswegen eine Voraussetzung für Gesundheit im ganzen Körper. Ein gesunder Darm bedeutet ein Darm der frei ist von Schlacken mit einer gesunden Darmflora. Bei unserer heutigen Ernährungs- und Lebensweise ist es nötig den Darm ein bis zweimal im Jahr zu sanieren.

Warum eine Sanierung so wichtig ist und wie wir selber, auf einfache Art, unser Darm reinigen und aufbauen können, lesen Sie hier in dieser Seite.

Einleitung

Schon immer war Gesundheit ein wichtiges Thema bei uns. Natürlich hatte ich auch schon gehört, dass Fasten sehr gut sei für eine gründliche Reinigung. Ich habe mich aber nie getraut, selber zu fasten, weil ich mit meiner grossen Belastung (als Mutter, als Ehe- und Hausfrau, als Logopädin etc), Angst davor hatte, nicht mehr genug Kraft zu haben, alle Aufgaben zu bewältigen. Es ging halt mal besser, mal weniger gut... Als ich durch diese Produkte zu einem ganz neuen Lebensgefühl fand, war ich total begeistert und teilte dies mit vielen Menschen. Ich wollte mehr wissen, so dass ich inzwischen auch eine Ausbildung als Vitalstoffberaterin gemacht habe.
Wir können so einfach gesund bleiben, ohne Chemie, ohne künstliche Hilfsmittel! - Es erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit, dies kennengelernt zu haben und mit euch teilen zu können!!
Letztes Jahr habe ich meine erste Darmsanierung gemacht, ohne Fasten und ohne dass ich einen Energieeinbruch hatte - ich konnte es ganz einfach neben meiner grossen Alltagsbelastung schaffen.
Im Darm wird unsere Nahrung verdaut (vorher im Mundbereich und Magen) und Nährstoffe gelangen ins Blut. Der Darm ist sozusagen die Station, wo schädliche Stoffe gefiltert werden, so dass sie nicht in unseren Kreislauf gelangen. Ganze 80 % unseres Immunsystems befinden sich im Darm. Vieles hängt von einer gesunden Darmfunktion ab, wie zB der Hormonhaushalt!
Eine gesunde Darmfunktion ist deswegen die erste Voraussetzung, um gesund zu bleiben.
Ich betone hier die "Darmsanierung" und nicht die "Darmreinigung", weil der Darm nicht nur sauber, sondern auch gesund sein soll!

Zuerst erkläre ich darüber, wie unser Essen verdaut wird und wie der Darm aufgebaut ist. Anschliessend, was für einen gesunden Darm notwendig ist; ich erläutere, was die Darmfunktion stören kann und gebe Tipps, auf was man bei einer Darmsanierung achten soll. Obwohl die seelische Verfassung eine ganz grosse Rolle spielt bei der Verdauung, werde ich doch mehrheitlich über körperliche Funktionen berichten.

Aufbau des Darms

Bereits beim Hungergefühl und bei der Lust auf Essen beginnt die Verdauung. Auch Augen und Nase machen das Essen zum Genuss und regen den Speichelfluss an. Durch (gründliches!) Kauen wird zusätzlich Speichel produziert.
1½ Liter Speichel werden von einem erwachsenen Menschen pro Tag produziert. Der Speichel ist voller Enzyme, die schon die ersten wichtigen Schritte in der Verdauung unserer Nahrung übernehmen.
Wer nicht selber sein Essen zubereiten kann, kann einen kleinen Appetithappen etwa 15 Minuten vor der Mahlzeit nehmen, der den Speichelfluss anregt.

Der Magen ist die zweite Station. Der Magensaft, der sehr sauer ist, hat die Funktion, schädliche Keime abzutöten und Eiweisse so aufzuschliessen, dass sie im Darm in kleinste Teile geteilt werden können. Auch gewisse Mineralien wie z.B. Eisen können nur bei genügend Säure aufgenommen werden.

Der Darm besteht aus zwei Teilen: dem Dünndarm und dem Dickdarm. Diese sind sehr verschieden in Aufbau und Funktion.
Der Dünndarm ist dreiteilig: der Zwölffingerdarm, der Leerdarm und der Krummdarm. Zwischen Dünn- und Dickdarm befindet sich der Blindarm. Dann folgt der Dickdarm mit dem Mastdarm am Ende.

Jeder Abschnitt im Verdauungstrakt hat seine spezifische Aufgabe. Erst wenn ein Verdauungsschritt abgeschlossen ist, wird die Tür zur nächsten "Kammer" geöffnet.

Der Dünndarm ist 4 bis 6 Meter lang. Durch Darmzotten, Falten und die spezielle Oberfläche der Darmschleimhaut wird die resorbierende Oberfläche enorm vergrössert - sie hat etwa die Grösse eines Fussballfeldes!! Viele Blut- und Lymphgefässe liegen dicht unter der Darmschleimhaut, damit Nährstoffe aufgenommen werden können.

Die Bauchspeicheldrüse scheidet täglich etwa 1 Liter Saft an den Zwölffingerdarm ab. Dieser Saft enthält Verdauungsenzyme und sie neutralisiert den sauren Magensaft, damit im Darm ein leicht basisches Milieu herrscht. Nur wenn genügend Vitalstoffe im Körper vorhanden sind, kann die Bauchspeicheldrüse, die Säuren in Basen umwandeln.
Der Gallensaft, der von der Gallenblase an den Darm abgesondert wird, ist sehr wichtig für die Fettverdauung.
Der Gallensaft und die Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse haben die Aufgabe, Eiweisse, Kohlenhydrate und Fette bis in ihre kleinsten Bestandteile zu zerteilen - Eiweisse werden zu Aminosäuren abgebaut, Kohlenhydrate zu Glukose und Fette zu Fettsäuren. Eine ganz wichtige Aufgabe also!!

Der weitere Weg des Nahrungsbreis führt durch den sehr langen Dünndarm. Dieser hat als Hauptaufgabe, die einzelnen aufgeschlossenen Nahrungsbestandteile gezielt aufzunehmen.
Die Darmflora ist ein dichter Teppich von Mikroorganismen. Diese sorgen für die Aufnahme, die Produktion einiger wichtiger Vitalstoffe und sie verhindern krank machende Vorgänge.

Der Dickdarm ist etwa 1.5 - 2 Meter lang und - wie der Name schon sagt - viel dicker als der Dünndarm.
Die Dickdarmwand ist eher glatt, hat keine Zotten etc. Es wird nur noch sehr wenig verdaut und aufgenommen. Hauptfunktion des Dickdarms ist, dem Nahrungsbrei Wasser zu entziehen, damit ein fester Brei geformt wird. Dieser sammelt sich im Mastdarm, wodurch ein Stuhldrang entsteht.

Gesunde Darmfunktion

Der Verdauungsvorgang ist ein komplexer Vorgang. Damit der Darm optimal funktioniert, ist es wichtig, dass die einzelnen Funktionen im Gleichgewicht sind.
Ich bespreche nun drei wichtige Bereiche:
Ablagerungen, oder eben keine Ablagerungen
Die Darmflora
Die Darmschleimhaut

Ablagerungen

Erstens ist es wichtig, dass die gesamte Oberfläche des Dünndarms zur Verfügung steht, um Nährstoffe aufzunehmen. Dies ist nicht der Fall, wenn zu viel Nahrungsreste im Darm bleiben und zwischen den Zotten hängen bleiben. Die erste Voraussetzung ist also eine saubere Darmwand.
Ballaststoffe sind extrem wichtig für saubere Därme. Sie befinden sich vor allem in Vollkornprodukten, in Obst und Gemüse und in verschiedenen Samen. Es sind Teile die (zum grössten Teil) nicht verdaut werden können, die aber die Darmwände "schrubben" und Abfall rausschaffen.

Darmflora

Nahrung wird im Magen und im Darm verdaut und so abgebaut, dass die Nährstoffe die Darmschleimhaut passieren können. Dazu ist eine gesunde Darmflora notwendig.
Diese funktioniert optimal in einem eindeutig basischen Bereich. Die Magensäfte mit einem sehr hohen Säuregrad, werden durch den Saft aus der Bauchspeicheldrüse neutralisiert. Verschiedene Drüsen sondern zusätzlich etwa 3 Liter Saft in den Dünndarm ab. Wenn durch Gärungs- oder Fäulnisprozesse bei gestörter Verdauung Säuren im Darmbereich entstehen, entledigt er sich dieser störenden Substanzen und man bekommt Durchfall.
Pro- und präbiotische Mischungen und die richtigen Kräuter unterstützen die gesunde Darmflora oder bauen sie bei einer Störung wieder auf. Ausserdem braucht der Darm genügend Vitalstoffe für eine gesunde, gut funktionierende Darmflora.

Darmschleimhaut

Die Schleimhaut des Darms ist einerseits wichtig für die Aufnahme von verkleinerten Nahrungsmitteln - Glucose, Aminosäuren und Fettsäuren - und andererseits auch eine ganz wichtige Schutzbarriere!! Eine gesunde und intakte Darmschleimhaut lässt nur diese aufgespaltenen Nährstoffe durch, gröbere bleiben im Darm, bis sie verdaut oder ausgeschieden werden. Auch die meisten schädlichen Stoffe können eine intakte Darmschleimhaut nicht passieren, wodurch das Immunsystem enorm entlastet wird.
Polyphenole - das sind bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe - sind in der Lage, die Darmschleimhaut gesund zu erhalten oder sogar zu reparieren. Auch Lecithin und Vitamin C vermögen die Darmschleimhaut aufzubauen.
Eben so unerlässlich für eine gesunde Darmfunktion sind genügend Bewegung (mindestens eine halbe Stunde pro Tag), viel Wasser trinken und tägliche Entspannungsmomente. Sie regen die Verdauung und die Muskulatur des Darms an. Diese sorgen dafür, dass der Nahrungsbrei schnell durch den Darm gelangt.

Wie ist es mit dem eigenen Darm? Jeder kann den Test selbst machen:
Man nehme eine Handvoll Sonnenblumenkernen und schlucke sie möglichst ohne zu kauen hinunter. Man kontrolliere den Stuhl, um zu sehen, wie lange die Kerne brauchen, um den Darm zu passieren. 10 bis 12 Stunden wäre ein sehr gutes Resultat.
Afrikanische Naturvölker ernähren sich sehr ballaststoffreich. Ihre Verdauung ist schnell: in 4-6 Stunden geht die Nahrung durch Magen und Darm.
Wir essen normalerweise sehr ballaststoffarm. Unter Umständen kann es bei uns 2-4 Tage dauern bis der Nahrungsbrei den Körper wieder verlässt!!

Was kann schieflaufen

Der Mensch ist, was er isst? - Der Mensch ist, was er verdaut!!

Ein moderner Lebensstil ist nicht unbedingt das Beste für die Gesundheit... Viele Gewohnheiten, die heutzutage "normal" sind, sind in der gesamten Menschheitsgeschichte sehr "neu" und unser Körper ist an diese Gewohnheiten nicht angepasst. Deswegen ist es heutzutage auch so, dass es kaum jemandem gelingt, ohne regelmässige Darmsanierung eine gesunde Darmfunktion zu behalten.
Ich zähle nun ein paar moderne Gewohnheiten auf, die eine gesunde Darmfunktion stören:

Rauchen; Alkohol und Kaffee trinken
Medikamente, Drogen konsumieren
Einnehmen von industriell veränderter Nahrung (Fertignahrung), Süssigkeiten, Weissmehlprodukten, zu viel schlechtem Fett, ungeschickt kombinierten Nahrungsmitteln oder schwer verdaulichen Speisen
Schlechte Essgewohnheiten wie zu schnell essen, zu wenig kauen, Trinken während der Mahlzeit, zu viel essen - der Nahrungsbrei gelangt halbverdaut in den Dünndarm
Stress, ständige Anspannung, seelisches Ungleichgewicht
Bewegungsmangel

Folgen dieser schlechten Gewohnheiten sind erstens Verschlackung: Nahrungsreste bleiben im Darm, verstopfen die Zotten, bilden im Dickdarm eine dicke Kruste. Bei Obduktionen wog man Dickdärme, die statt der normalen 2½ kg 20 kg schwer waren, sogar wurden Muttermilchreste gefunden!!
Im Dünndarm verstopfen die Schlacken die Darmzotten, wodurch Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden können.
Zweitens: Die Darmflora wird gestört, wodurch Nährstoffe nicht verdaut oder nicht gut aufgenommen werden können.
Drittens: Die Darmschleimhaut wird durchlässig, wodurch schädliche Stoffe oder zu grosse Nahrungsbrocken aufgenommen werden und in die Blut- und Lymphbahnen gelangen. Das Immunsystem hat dadurch mit Schädlingen zu tun, die normalerweise nicht in den Körper gelangen.

Statt die "Wiege zur Gesundheit" zu sein, degeneriert der Darm zur "Müllkippe"!!

Stelle dir mal eine Küche vor, die 10 Jahre lang nicht geputzt wurde - kein appetitlicher Gedanke... Bei mir waren es nicht 10 Jahre, sondern 40 Jahre... Eine Küche, die 40 Jahre nicht gründlich geputzt wurde...
Genauso sieht der Darm aus, wenn man nicht jährlich oder halbjährlich eine Darmsanierung macht!!
Hier reicht kein einfacher Lumpen, hier muss Scheuermittel her und mit Bürsten geschrubbt werden!

Darmsanierung: auf was achten

Aus einer Küche, die so lange nicht richtig geputzt wurde, kann ganz viel Abfall kommen, wenn sie dann mal so richtig gesäubert wird... So ist es auch bei unserem Darm. Was sich da alles an Abfallstoffen, Giftstoffen, Kruste, Faulstoffen abgelagert hat, muss aufgeweicht, geschrubbt, aufgewischt und entsorgt werden.
Eine Darmsanierung sollte man deswegen nicht leichtsinnig vornehmen.
Es ist ganz wichtig, dass die gelösten Abfallstoffe ausgeleitet werden, damit es nicht zu einer Rückvergiftung kommt!

Bei der Darmsanierung sollte man deswegen auf Folgendes achten:

Sie sollte viel Ballaststoffe enthalten
Sie sollte Kräuter enthalten, die die Schlacken lösen
Sie sollte die Darmflora aufbauen
Sie sollte Giftstoffe binden und ausleiten
Sie sollte Enzyme enthalten
Sie sollte keine künstlichen Konservierungs- oder andere Stoffe enthalten
Sie sollte die Darmschleimhaut aufbauen

Das sind viele Anforderungen, es ist aber nicht unmöglich, wie Rebekka nachher erläutern wird.

Ansonsten sollte man sehr viel trinken, 3-4 Liter klares Wasser am Tag. Das wird nicht allzu schwer sein, weil diese Kur durstig macht. Trotzdem kann man sich ein paar Tricks überlegen, wie man genügend trinken kann - z.B. 2 anderthalb-Literflaschen am Morgen füllen, am Abend müssen sie leer sein, eine Strichliste für jedes Wasserglas was leer getrunken wurde, einen Wecker stellen....

Es gibt ein paar Indikationen, die gegen eine Darmsanierung sprechen.
Wer schwanger ist oder stillt, sollte keine Darmsanierung machen. Die Giftstoffe, die gelöst werden, könnten dem Kind schaden.
Wer Leberprobleme oder eine andere ernsthafte Krankheit hat, sollte auch keine Darmsanierung machen, da die Giftstoffe die Leber zusätzlich belasten.
Und zum Schluss: wer zu viel Stress hat, sollte die Sanierung vielleicht verschieben, bis eine ruhigere Periode anbricht.

Zwei stressfreie Wochen, während denen der Alltag mit den Kindern, die Arbeit usw. weiterläuft...? Ich habe aus diesem Grund eine Darmsanierung ganz lange hinausgeschoben, bis ich mir sagte, dass ich es jetzt einfach mache, sonst komme ich nie dazu. Ich kann deswegen aus eigener Erfahrung sagen: Es ist vielleicht nicht ganz ideal, aber mir ging es wunderbar dabei!
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