Ein lesenswertes Buch

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Immer auf der Suche nach einem guten Buch

Ich glotz (nicht mehr) TV und entdecke wieder die Freuden des Lesens. Lesen alleine macht nicht gluecklich, man muss es auch manchmal mitteilen. Deshalb schreibe ich hier, um die Fundstuecke, die mir so viel Spass bringen, weiterzureichen. Wer noch weitere Empfehlungen von mir will, sollte auch mal bei eingutesbuch.com vorbeischauen.

Jacques der Fatalist

und sein Herr

Jacques der Fatalist und sein Herr (Jacques le fataliste et son maître) ist ein Roman von Denis Diderot. Fast zwanzig Jahre schrieb Diderot an seinem Roman, der erst nach seinem Tod veroeffentlicht wurde. Zuerst in Deutschland in Uebersetzung, spaeter dann im Original in Frankreich.

Diderots Roman ist ein verwirrendes Gespinst von Erzählfäden,die angefangen, abgebrochen, verworfen, wieder aufgenommen werden. Der roten Faden ist die Geschichte von Jacques' Liebschaften, die Jacques zur Unterhaltung seines Herren erzaehlt.

Mit seiner verspielten Erzaehlweise lehnt sich Diderot and Tristam Shandy (Lawrence Sterne) an und er spielt mit den Figuren und mit dem Leser. Der neugierige Leser wird ermahnt nicht weiter zu fragen, da die Helden sonst kurzerhand stuerben.

So ermahnt, folgt der Leser Jacques, seinen Leiden ("Die schmerzhaftesten Verletzungen sind Knieverletzungen") und seinen Kurzschluessen: "Alles was hier unten geschieht ist geschrieben in dem grossen Buch dort droben, das die Wahrheit enthaelt und nichts als die Wahrheit. "

So fatalistisch wie der Titel behauptet, ist Jacques gar nicht, sein die Willensfreiheit verteidigender Herr allerdings traegt die Zuege des Willensunfreien.

Goethe schaetzte eine der vielen Erzaehlfaeden so sehr, dass er ihn ins Deutsche uebersetzte. Und ob es die schoenste Liebesgeschichte der Welt ist (schon wegen des Happy Ends) sollen andere entscheiden. Erstaunlich nur, wie viele Filmemacher sich haben inspirieren lassen.

Fritz Wendhausen drehte bereits 1921"Die Intrigen der Madame la Pommeraye". Auch der Film "Les Dames du Bois de Boulogne (1945)" von Robert Bresson ( Drehbuch Jean Cocteau) beruht auf dieser Episode. Eine weitere Filmadaption des Buches ist "Jacques le fataliste" (1993,Regisseur Antoine Duchet), in dem die Handlung in das Frankreich der Gegenwart übertragen wird.

Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass Regisseure oft einfallslos sind, und stehlen was nicht niet und nagelfest ist.

Also nicht vergessen: Jacques le fataliste enthaelt die schoenste Liebesgeschichte der Welt und ist amuesant und intelligent.

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Ausser lesen nix gewesen.

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Elixirbeth

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