Musik per Download - oder: Musikindustrie auf neuen Wegen

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Musik per Download - oder: Musikbranche auf neuen Wegen

Der Gang zum Musikladen um die Ecke war gestern. Musik per Download hat die Musikbranche veraendert. Entwicklungen, Tendenzen, Portale.

Gestern war gestern.... 

Von einigen Nischen abgesehen, wie Vinyl-Läden für DJs, hat Musik Download die Musikbranche in einer Geschwindigkeit umgekrempelt, die erstaunt. Ob vom Massen-Sterben all der Platten-Läden oder CD Shops, die vor einigen Jahren noch in jeder Fussgängerzone zu finden waren, bis hin zu den grossen Labels und Plattenfirmen, die derzeit kaum mehr zu bieten haben als das Lamentieren über die guten alten Zeiten.
Auch das Hören von Musik hat sich geändert. Wo füher noch andächtig vor dem (oft monströsen) Altar der Stereo-Anlage gesessen und gelauscht wurde, hat heute der kleine iPod seinen Siegeszug gehalten.

Musikdownload: Anbieter und Formate 

Nach endlosen Diskussionen um Tauschbörsen, Raubkopierer und illegale Downloads, scheint sich offenbar die Einsicht durchzusetzen, dass Musik nicht kostenlos ist. Stattdessen lautet das Motto: Musik downloaden, und zwar ganz legal beim online Händler. Musik online kaufen wird also normal.
Formate sind oft Anbieter-spezifisch, wie z.B AAC (Apple iTunes), WMA (musicload.de, Napster), oder, am gängisten: mp3. Die Preise liegen dabei meist unter 1 EUR pro Song, der heruntergeladen wird; auch Flatrates sind vermehrt zu finden. Und offenbar kommt sowas an. Das ist flexibel, das geht schnell; schliesslich will nicht jeder immer gleich ein ganzes Album, sondern oft nur einen ganz bestimmten Titel eines Interpreten, um damit mal eben den mp3 Player zu bestücken.

Anders dagegen eBay, die grosse online Aktionsplattform. Dort dürfen laut Statuten Downloads nicht angeboten werden. Weder als Auktion (was noch nachvollziehbar wäre), noch als "Sofort-Kaufen" Option im Rahmen eines eBay-Shops.

Interessant auch Web Communities wie mySpace oder Last.FM, wo z.T auch völlig freie und kostenlose Musik-Downloads möglich sind. Zum einen zeigen solche Communities, dass die Grenzen zwischen Music-Download, Webradio oder Netlabel nicht immer genau zu definieren sind; und zum anderen, dass Musik Stars heute nicht mehr nur von den Plattenfirmen allein gemacht werden. Web 2.0 machts möglich.

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Wie geht es weiter? 

Ein Trend ist, dass die Qualität der Sound-Dateien höher wird. Auflösungen liegen derzeit noch oft bei 128 kbit/s, der Trend geht aber zu 256 oder gar 320 kbit/s. Da gibt es Unterschiede bei den jeweiligen online-Shops.
Weiterer Trend: DRM freie Sounddateien. DRM ist die Abkürzung von Digital Rights Management; entsprechend unterliegen DRM-freie Dateien keinen Kopier-Beschränkungen, dh. sie können beliebig oft gebrannt, kopiert bzw. auf verschiedenen Medien abgespielt werden.
Verstärkt sind auch Anbieter im Netz anzutreffen, die sich weniger an den privaten Musikhörer wenden, sondern ganz konkret für Firmen gewerbliche Nutzungsrechte per Download offerieren.
Weiter erwähnenswert: Bei grossen Plattenfirmen gibt es inzwischen Überlegungen, mit einer Pauschale die Nutzung von Tauschbörsen legalisieren.

Links 

Selten perfekte Klangqualität
Artikel in Focus, 09.05.08
Musik
Portal fuer Musik Download
Apple iTunes
Download Store
Kunst
Von Kunst-Werken und Spekulations-Werken

by WebPR

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