Twitterknigge

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Umgangsformen erleichtern das Miteinander

Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752 - 1796) war ein Bremer Oberhauptmann, der durch sein Werk "Über den Umgang mit Menschen" bekannt geworden ist. Dieses dreiteilige Buch mit 26 Kapiteln war bereits zu Knigges Lebzeiten ein "Bestseller".

Eine der schönen Dinge an Twitter ist zwar, dass es - abgesehen von der Textmengenbegrenzung - keine Regeln gibt, dies bedeutet jedoch nicht, dass sich eine "Anstandsfibel" gänzlich erübrige.

In meinem E-Book "Twitterwissen" (erhältlich durch kommenarloses E-Mail an twitta@getresponse.com) habe ich einige der für mich persönlich geltenden Kriterien aufgeführt; in diesem Beitrag gestatte ich mir, ergänzend dazu weitere Hinweise und Überlegungen zu präsentieren.

Twittersünden

aus meiner persönlichen Sicht

Ich denke, dass folgende Dinge völlig oder überwiegend uninteressant sind und unterlassen werden sollten:

  • Meine Statistiken. Wen kümmert das?

  • Mehr als zwei Hashtags pro Tweet. Das wirkt unübersichtlich, vor allem, wenn dies fast bei jedem Tweet (Twitterbeitrag) getan wird.

  • Twitternutzung ausschließlich als Werbeinstrument.

  • Eine Aufzählung meiner Mahlzeiten und Befindlichkeiten.

  • "Weltbewegendes" zu meinen Nachkommen oder Haustieren.

  • Politische und religiöse Ansichten

  • Spam

  • Ein unaussprechlicher Benutzername wie 5h95kk3 - oder so.

  • Nabelschau - und sonst gar nichts.

  • Eine allzu wörtliche Auslegung der ursprünglichen Frage: "Was machst du gerade?" (Meine Interpretation finden Sie wiederum im genannten Twitterwissen-Gratisbook).

  • Grundsätzlich nicht antworten.

  • Ungehobelte Ausdrucksweise.

  • Schmutzige Wäsche waschen.

  • Herumnörgeln.

  • Kauderwelschkürzel wie bei SMS-Nachrichten.


  • Das alles ist ziemlich allgemein und vielleicht gibt es ja wirklich die berühmte Ausnahme von der Regel. Wahrscheinlich ist das Meiste - wie so oft - eine Sache der richtigen Dosierung.

    Ich folge zum Beispiel auch keinen Leuten, wenn ich sehe, dass sie selbst offenbar grundsätzlich niemandem folgen. Andererseits habe ich nicht immer die Zeit, um unerwünschte Followers herauszulöschen.

    Was kommt an?

    Ich folge Ihnen gerne, wenn ....

  • Sie offensichtlich ein interessanter Mensch sind

  • wenn Sie lustig sind

  • wenn Sie eine sinnvolle Empfehlung aussprechen (Bücher, Tools, Filme ...)

  • wenn Sie auf deutsch schreiben


  • (Ich spreche mehrere Sprachen, aber ich mag keine mehrsprachigen Tweets. Warum nicht mehrere Twitter-Accounts für unterschiedliche Partner?)

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